Was bei Ihnen zuhause alles krabbelt und wie Sie die Ekel-Insekten loswerden

Ungeziefer, das unsere Essensvorräte angreift, Kleidung und Einrichtung ruiniert oder uns den Schlaf raubt – eine Schädlingsbekämpferin kennt die richtigen Methoden, um solche Schädlinge wirkungsvoll zu bekämpfen und einen erneuten Befall zu verhindern.

Verunreinigte Lebensmittel und juckende Stiche: Es gibt eine Vielzahl von Schädlingen, die sich im Haus einnisten können. Bärbel Holl ist Schädlingsbekämpferin und kennt sich mit lästigen Mitbewohnern aus. In deutschen Haushalten sind ihr zufolge vor allem die folgenden vier Arten verbreitet:

1. Motten

Die Expertin unterscheidet zwei Arten von Motten. Lebensmittelmotten hinterlassen dünne Fäden in verarbeiteten Lebensmitteln. Mit verschließbaren Schraubgläsern lässt sich der Befall vermeiden. Haben sich die Schädlinge bereits eingenistet, helfen Pheromonfallen – sie töten die Motten ab.

Textilmotten lassen sich an Löchern in der Kleidung erkennen. Lavendelsäckchen, Fliegengitter und Vakuumsäcke halten die Falter vom Kleiderschrank fern. Ist es bereits zu spät für die Vorsorge, helfen sogenannte Schlupfwespen. Betroffene verstreuen ihre Eier an den befallenen Stellen. Die geschlüpften Larven fressen dann die Eier der Textilmotten und sterben ebenfalls.

2. Teppichkäfer

Der Teppichkäfer ist oval und hat rote Flecken. Seine behaarten Larven legt er zwischen Dielenritzen von Fußböden. Diese Larven fressen Löcher in Wolltextilien. Bei Allergikern können ihre Haare Quaddeln verursachen. Mit doppelseitigem Klebeband an Bodenleisten können Sie die Tiere identifizieren. Für die Beseitigung empfiehlt die Schädlingsbekämpferin Diatomeenerde oder fossiles Plankton. Diese Mittel verursachen, dass die Käfer dehydrieren und sterben.

3. Silberfischchen

Silberfischchen sind flügellose Insekten, die sich häufig im Badezimmer tummeln. Sie sind ungefährlich. Bei einem geringen Befall helfen spezielle Fallen, die beispielsweise im Drogeriemarkt erhältlich sind. Zusätzlich sollten Betroffene alle offenen Fugen mit Silikonkleber abdichten.

4. Flöhe und Bettwanzen

Laut Holl finden sich in Haushalten vor allem Katzenflöhe. Sie verursachen Stiche, weil sie sich von menschlichem Blut ernähren. Ebenso wie Bettwanzen, die nachts zubeißen.

Um sie loszuwerden, empfiehlt die Schädlingsbekämpferin ein Heißdampfgerät, das sich auf über 50 Grad erhitzen kann. Damit müssen Sie sämtliche Ritzen im Haushalt behandeln. Außerdem zieht der Schweißgeruch getragener Wäsche die Krabbler an. Packen Sie diese Textilien bei minus 17 Grad für zehn Stunden in die Tiefkühltruhe, um die Flöhe und Wanzen abzutöten.

Zum Orginal Artikel vom 14,2,2019  – Focus online :

https://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/schaedlinge-im-haushalt-motten-bettwanzen-und-floehe-loswerden_id_10313451.html

Diesen Artikel weiterempfehlenFacebookmail