Bärbel Holl, Vorstands- vorsitzende des VFös rät:

Probieren Sie es auf die sanfte Art

Finger weg von vielversprechenden Mittelchen, rät Bärbel Holl, Vorstands- vorsitzende des Vereins zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VFös). Biozide und andere Gifte gegen lästige Schädlinge würden viel zu oft in großer Menge in Haushalten versprüht und ausgebracht. „Dabei wis- sen viele noch nicht einmal, mit welchem Schädling sie es zu tun haben“, kritisiert sie ein gängiges Verbraucherverhalten. Und noch weniger ahnen die Betroffenen, welche Gifte sie da in ihrer Wohnung verbreiten. Einige Folgen solch unsachgemäßen Umgangs etwa mit Insektiziden: Hautirrita- tionen, Allergien und Übelkeit.

Dabei könnten oft erst einmal ganz simple Maßnahmen helfen, die „Inva- sion“ von Ameisen, Silberfischen, Motten und Co. zu stoppen: Spuren von Zucker sofort entfernen, angebrochene Lebensmittel in dichten Gläsern ver- wahren, Ritzen verschließen, Teppichböden regelmäßig absaugen – hin und wieder die Unterseite.

Aus dem Mietermagazin 1+2 2019 „Wenn die Wohnung krank macht“

Panik und Scham sind kein Mittel gegen Schädlinge

MM 1+2-19 S. 26-34 Spezial.pdf