Wanderratte

Aussehen

Wanderratte

Wanderratten (Rattus norvegicus) haben auf der Oberseite braungraues und auf der Bauchseite grauweißes Fell. Die Körperlänge von ausgewachsenen Tieren beträgt ohne den Schwanz 20 bis 27 cm. Diese Nagetiere können bei uns höchstens noch mit der sehr seltenen Hausratte verwechselt werden. Hausratten bleiben kleiner als Wanderratten, haben einen wesentlich längeren Schwanz und deutlich größere Ohren.

Wanderratte

Abbildung 1: Wanderratten sind weltweit verbreitet

Lebensweise

In der Regel sind Wanderratten nur in der Nacht aktiv. Die Tiere schwimmen, tauchen und klettern hervorragend. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Müllhalden, die Kanalisation und Gebäude aller Art, in denen sie Nahrung und Versteckplätze finden. Wanderratten sind sehr vermehrungsfreudig und sorgen das ganze Jahr über für Nachwuchs. Ein einziges Weibchen kann pro Jahr bis zu 40 Nachkommen haben. Die Tiere sind Allesfresser und leben gesellig in Familienrudeln. Unbekannte Nahrung wird oft verschmäht. Dieses Verhalten führt häufig dazu, dass Bekämpfungsaktionen nicht erfolgreich sind, da der ausgelegte Köder nicht gefressen wird.

Vorkommen

Ursprünglich stammt die Art aus Ostasien. Mittlerweile hat sich dieser extrem erfolgreiche Kulturfolger allerdings weltweit ausgebreitet. Wichtige Gründe für die weltweite Verbreitung dieser Schadnager sind die extreme Anpassungsfähigkeit der Tiere und die Ausweitung des Getreideanbaus, von der diese Tierart sehr profitiert hat. Schon in der Bronzezeit verbreiteten sich Wanderratten mit Getreidelieferungen im gesamten Mittelmeerraum. Mittlerweile kommen diese Tiere selbst auf den entlegensten Inseln vor.

Wanderratte

Abbildung 2: Hier finden Wanderratten genügend Versteckplätze

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Ratten siedeln sich sehr schnell dort an wo Versteckplätze und Nahrung vorhanden sind. Man sollte daher Essensreste nie auf den Komposthaufen werfen, da das die Nager anzieht. Menschen, die regelmäßig Vögel mit großen Mengen an Körnerfutter füttern, können ungewollt Ratten anlocken. Auch wenn sich in Schuppen oder Lagerhallen Müll und Gerümpel türmen (s. Abb. 2) werden sich früher oder später Ratten ansiedeln. Werden Essensreste über das WC entsorgt, lockt man die Tiere aus der Kanalisation an und irgendwann tauchen die Ratten im Bad auf.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Wanderratten können gefährliche Infektionskrankheiten auf Menschen und Haustiere übertragen. Die Tiere gelten darüber hinaus als Vorratsschädlinge, da sie Nahrungsmittel anfressen und mit Kot und Urin verschmutzen. Weitere Schäden verursachen die Tiere z. B. durch das Annagen von elektrischen Leitungen.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Jede Rattenbekämpfung beginnt damit den Tieren Nahrung (z. B. Essensreste, Tierfutter, Lebensmittel) und Versteckplätze (Müll, Gerümpel) zu entziehen. Die eigentliche Bekämpfung erfolgt mit Schlagfallen und vergifteten Ködern, die Wirkstoffe enthalten die die Blutgerinnung verhindern. Aufgrund der Wirkungsverzögerung werden andere Ratten nicht gewarnt und fressen ebenfalls den Giftköder. Da die Wirkstoffe auf Mensch, Haus- und Wildtiere die gleichen Effekte haben, sollte man immer einen geprüften Schädlingsbekämpfer mit der Bekämpfung beauftragen. Unternehmen, die einem Berufsverband angehören, wissen genau welche Methoden und Präparate im Einzelfall geeignet sind und kennen sich auch mit den rechtlichen Aspekten der Rattenbekämpfung bestens aus.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!