Siebenschläfer

Aussehen

Siebenschläfer

Der Siebenschläfer (Glis glis) ist ein kleines Nagetier mit grauem Fell, das mit seinem buschigen Schwanz ein wenig an ein Eichhörnchen erinnert. Die meisten Menschen haben vermutlich noch nie einen Siebenschläfer gesehen, da die Tiere ausschließlich nachts aktiv sind. Die Tiere können eine Gesamtlänge von rund 32 cm erreichen – fast die Hälfte davon entfällt auf den Schwanz. Die Augen sind, wie bei nachtaktiven Tieren üblich, auffallend groß, die Ohren rundlich und relativ klein.

Siebenschläfer

Abbildung 1: Siebenschläfer sind nachtaktive Nagetiere

Lebensweise

Siebenschläfer halten einen langen Winterschlaf. In Mitteleuropa sind sie gewöhnlich nur von Mai bis Oktober aktiv. Den Rest des Jahres verbringen sie in selbst gegrabenen Erdhöhlen. Sie fressen hauptsächlich Rinde, Knospen, Blätter, Früchte und Samen von Laubbäumen (vor allem Eicheln und Bucheckern). Die nachtaktiven Tiere verbringen den Tag einzeln oder in kleinen Gruppen in Baumhöhlen oder Nistkästen. Im Spätsommer werden 4 bis 6 Junge geboren. Im Alter von 6 bis 7 Wochen werden die Jungen selbstständig. Zum Teil überwintern sie aber auch noch zusammen mit ihrer Mutter.

Vorkommen

Die Art ist von Nordspanien bis zum Kaukasus verbreitet. In Deutschland kommen die Tiere meist nur südlich der Mittelgebirge vor. Sie besiedeln Laub- und Mischwälder mit dichtem Eichen- und Buchenbestand, daneben auch Parks, Obst- und Weingärten. Der Siebenschläfer ist ein Kulturfolger und tritt daher oft auch in Ortschaften auf. Hier leben sie meist auf Dachböden von Häusern. Dabei ist es egal, ob die Gebäude bewohnt sind oder leer stehen. Die Tiere verraten sich hier durch Nagespuren, ihren Kot und durch den nächtlichen Lärm den sie verursachen.

Siebenschläfer

Abbildung 2: Eicheln gehören zur bevorzugten Nahrung

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Besonders wenn man in der Nähe eines Waldes wohnt, kann es passieren, dass sich Siebenschläfer auf dem Dachboden des Hauses oder zwischen dem Dachgebälk einquartieren. Da die Tiere so klein sind ist es schwierig alle denkbaren Öffnungen so zu verschließen, dass sie sich nicht hindurchzwängen könnten.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Siebenschläfer, die im Haus leben verursachen ähnliche Probleme wie Hausmäuse oder Wanderratten. Hier können sie elektrische Leitungen annagen und Lebensmittel verschmutzen. Außerdem sorgen sie nachts für eine erhebliche Lärmbelästigung. Kot und Urin der Tiere locken Fliegen und andere Schädlinge an.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Siebenschläfer gehören in Deutschland zu den gesetzlich besonders geschützten Tierarten. Daher darf man die Tiere normalerweise nicht bekämpfen. Dies ist nur in besonders begründeten Ausnahmefällen möglich. Die entsprechenden Ausnahmegenehmigungen müssen in jedem Einzelfall von der für den Naturschutz zuständigen Behörde erteilt werden. Wenn man die Tiere ohne eine solche Ausnahmegenehmigung tötet macht man sich strafbar! Falls Sie Probleme mit Siebenschläfer in Ihrem Wohnhaus oder Unternehmen haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das Mitglied in einem Berufsverband ist. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die Sie umfassend beraten und im Umgang mit den relevanten Behörden versiert sind.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!