Rossameise

Aussehen

Rossameise

Es handelt sich bei der Rossameise (Camponotus ligniperda) um die größte einheimische Ameisenart. Die Arbeiterinnen werden über einen Zentimeter groß. Die Königinnen können sogar fast zwei Zentimeter erreichen. Allein ihre Größe macht sie unverwechselbar. Während Kopf und Hinterleib schwarz gefärbt sind, erscheint der mittlere Körperabschnitt rötlich (siehe Abbildung 1). Rossameisen gehören zu den sog. Schuppenameisen – zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib liegt ein schuppenförmiges Verbindungsglied.

Rossameise

Abbildung 1: Die Arbeiterinnen werden über 1 cm lang

Lebensweise

Diese Ameisenart legt ihre Nester häufig in alten und morschen Baumstubben an. Dabei werden Gänge und Brutkammern in das Holz genagt. Ein Teil des Nestes wird auch im Boden angelegt. Jede Kolonie kann eine oder mehrere Königinnen enthalten. Die Arbeiterinnen sammeln Honigtau, lecken Pflanzensäfte auf und erbeuten Insekten. Die Ameisen sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, äußerst wehrhaft und aggressiv. Männchen und Weibchen schwärmen Anfang Mai bis Ende Juni in den Nachmittag- und Abendstunden bei Temperaturen von mehr als 20°C.

Vorkommen

Die Rossameise ist eine einheimische Art. Sie kommt in ganz Deutschland vor. Rossameisen leben überall dort, wo es Laubgehölze gibt - in Laubwäldern, Mischwäldern, Parks oder Gärten. Auch in Häusern nistet sich diese Ameisenart regelmäßig ein.

Rossameise

Abbildung 2: Eine Rossameisenarbeiterin putzt sich

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Diese Ameisenart ist in ganz Deutschland weit verbreitet und die Jungköniginnen kommen nach dem Hochzeitsflug regelmäßig auch in Häuser und Wohnungen um hier eine neue Kolonie zu gründen. Daher ist es im Grunde genommen nicht möglich einen Befall zu verhindern. Falls man Ameisen in der Wohnung findet, sollte man unbedingt von einem Fachmann überprüfen lassen, ob es sich um Rossameisen oder eine andere holzzerstörende Art handelt. Nur so können schlimmere Schäden an der Bausubstanz verhindert werden.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Die Rossameise gilt als Materialschädling. Die Art kommt regelmäßig in Häusern vor, wo sie ihre Nester in verbautem Holz anlegt. Diese relativ großen Ameisen können mit ihren starken Kiefern schmerzhaft zubeißen. Stechen können sie allerdings nicht.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Ziel einer Ameisenbekämpfung muss es immer sein nicht nur die Arbeiterinnen, sondern auch die Königin(nen) zu töten. Aufgrund der weitläufigen Nester ist dies bei der Rossameise besonders schwer. Zur Ameisenbekämpfung werden Kontaktinsektizide und Fraßköder angeboten. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Berufsverband angehören, wissen genau welche der vielen angebotenen Produkte sich zur Bekämpfung der Rossameise eignen.

Schädlingsteckbrief als  PDF herunterladen Rossameise

Anmerkung: Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte oder kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar. Lediglich die Herstellung von Kopien und Downloads für den persönlichen, privaten und nicht kommerziellen Gebrauch ist erlaubt. Weitere Information siehe Impressum.
© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

Sie suchen einen  Schädlingsbekämpfer oder Kammerjäger ?
Wir bieten qualifizierte Hilfe zur Rossameise im Gebiet Wuppertal, Solingen, Remscheid und Hilden.

Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!