Reiskäfer

Aussehen

Reiskäfer

Die maximal 3,5 mm langen Reiskäfer (Sitophilus oryzae) besitzen rüsselförmig verlängerte und nach unten gebogene Mundwerkzeuge. Auf den Flügeldecken fallen 4 unregelmäßig geformte, orangefarbene bis rötliche Flecken auf. Der Halsschild weist ein Muster aus zahlreichen, länglichen Punkten auf. Nur die Mittellinie des Halsschilds ist glatt (siehe Abbildung 1). Die engerlingsförmigen Larven bekommt man normalerweise nicht zu Gesicht, da sie sich innerhalb von Reis- und Getreidekörnern entwickeln.

Reiskäfer

Abbildung 1: Reiskäfer sind tropische Getreideschädlinge

Lebensweise

Der Reiskäfer befällt vor allem Getreide wie Weizen, Mais und Reis. Zur Eiablage frisst das Weibchen zunächst ein Loch in die Schale des Getreidekorns. Dann legt es ein einzelnes Ei in diese Öffnung und verschließt das Loch anschließend mit einem speziellen Sekret. Die Larve entwickelt sich innerhalb des Getreidekorns und höhlt es vollständig aus. Die aus den Tropen stammenden Käfer können fliegen und sind recht wärmeliebend. Bei entsprechend hohen Temperaturen dauert die gesamte Entwicklung nur knapp einen Monat. Die Käfer sind frostempfindlich und sterben bereits bei 0°C nach kurzer Zeit ab. In geheizten Lagerräumen treten 3 bis 4 Generationen pro Jahr auf.

Vorkommen

Reiskäfer leben hauptsächlich in den Tropen. Nach Deutschland werden sie regelmäßig vor allem mit Reislieferungen eingeschleppt. Man findet die Art bei uns vor allem in Getreidelägern oder Lebensmittelbetrieben, in denen Reis und andere Getreidearten verarbeitet werden.

Reiskäfer

Abbildung 2: Der Kornkäfer ist nah mit dem Reiskäfer verwandt

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Diese Schädlinge schleppt man sich meist beim Kauf von befallenem Getreide bzw. Lebensmitteln ein. Ein Befall ist im Frühstadium kaum zu erkennen, da sich die Larven komplett innerhalb des Getreidekorns entwickeln. Meist wird man auf die Tiere erst dann aufmerksam, wenn man Käfer oder die typischen Löcher im Getreidekorn entdeckt, aus denen die Käfer ausgeschlüpft sind. Besonders wer größere Mengen an Reis, Mais oder Weizen zu Hause lagert, sollte das Getreide regelmäßig inspizieren um einen Befall frühzeitig zu erkennen. Generell ist es wichtig Getreide kühl und trocken zu lagern. Liegt die Kornfeuchte des Getreides unter 13 %, so können sich die Schädlinge nicht vermehren.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Reiskäfer treten als Vorratsschädlinge in Getreidelägern und Lebensmittelverarbeitenden Betrieben auf. Von hier aus gelangt die Art regelmäßig in den Handel und taucht letztlich auch in Privathaushalten auf. Neben den reinen Fraßschäden bereitet dieser Schädling vor allem durch die Verunreinigung der befallenen Ware große Probleme.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Treten diese Vorratsschädlinge im Haushalt auf, so sollte man die befallenen Produkte komplett entsorgen. In Getreidelagern können nur gasförmige Insektizide zur Bekämpfung eingesetzt werden, da sich die Larven immer gut geschützt im Inneren des Getreidekorns aufhalten. Wenn Sie Probleme mit Reiskäfern haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die wissen wie man diese Vorratsschädlinge nachhaltig bekämpft.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!