Nordamerikanische Splintholzkäfer

Aussehen

Nordamerikanische Splintholzkäfer

Der Nordamerikanische Splintholzkäfer (Lyctus planicollis) wird rund einen halben Zentimeter lang. Die Tiere haben einen lang gestreckten, schlanken Körperbau. Die Flügeldecken sind hellbraun, der Halsschild eher dunkelbraun gefärbt. Die beiden letzten Glieder der 11-gliedrigen Antenne sind vergrößert und bilden eine deutlich abgesetzte Fühlerkeule. Auf den Flügeldecken befinden sich längs verlaufende Linien.

Nordamerikanische Splintholzkäfer

Abbildung 1: Nordamerikanische Splintholzkäfer befallen oft Parkettböden

Lebensweise

Die Larven dieser Holzschädlinge entwickeln sich im Holz verschiedener Laubhölzer. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert 6 bis 12 Monate. Nach dem Schlupf paaren sich die Käfer. Die Weibchen legen dann bis zu 50 Eier in kleinen Rissen von unbehandeltem Holz ab. Direkt nachdem sie aus dem Ei geschlüpft sind beginnen die Larven zu fressen und bohren sich immer tiefer in das Holz ein. Befallenes Holz wird nach und nach von immer mehr Fraßgängen durchzogen, die mit Fraßmehl, also den Ausscheidungen der Larven angefüllt sind. Um sich zu verpuppen legt die Larve nahe unter der Holzoberfläche eine Puppenwiege an. Der frisch geschlüpfte Käfer frisst sich durch das Holz nach außen und hinterlässt dabei ein rundes Loch, das einen Durchmesser von maximal 1,5 mm hat.

Vorkommen

Der Nordamerikanische Splintholzkäfer stammt ursprünglich aus Nordamerika. Mittlerweile lebt die Art aber auch in Europa. In Deutschland gilt die Art mittlerweile als ein sehr häufiger Holzschädling.

Nordamerikanische Splintholzkäfer

Abbildung 2: Befallenes Holz mit den typischen Ausfluglöchern

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Die Käfer sind nachtaktiv und werden von künstlichen Lichtquellen angelockt. Auf diesem Weg kommen sie regelmäßig ins Haus. Auch mit befallenen Holzgegenständen schleppt man sich die Tiere häufig ein. In der Regel fällt der Befall erst dann auf, wenn die Käfer das Holz durch die typischen Ausfluglöcher (siehe Abbildung 2) verlassen. Holz, das mit Holzschutzmitteln behandelt wurde, wird in der Regel nicht befallen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Dieser Holzschädling befällt nur selten Holz, das älter als 5 Jahre ist. Neben Laubgehölzen wie Esche, Ahorn, Eiche, oder Mahagoni entwickeln sich die Larven auch in Bambus. Sehr häufig wird Holz befallen, das in Sägewerken gelagert wurde. Regelmäßig findet man die Tiere aber auch in Parkettstäben.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Um Holzschädlinge zu bekämpfen können entweder Kontaktinsektizide oder hohe Temperaturen nach dem Heißluft Verfahren eingesetzt werden. Schon allein aufgrund der hierzu benötigten Technik sollte man Bekämpfungsmaßnahmen unbedingt von einem Fachmann durchführen lassen. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die einem Berufsverband angehören, kennen sich auch im Bereich Holz- und Bautenschutz aus, können Sie fachmännisch beraten und entscheiden, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!