Mehlmotte

Aussehen

Mehlmotte

Die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) gehört zur Gruppe der Lebensmittelmotten. Die kleinen Falter erreichen eine Länge von 14 mm. Die Tiere sind anhand ihrer Färbung relativ leicht zu identifizieren. Die Vorderflügel sind blau- bis silbriggrau gefärbt und weisen neben zwei zickzackförmigen Querbinden auch eine Reihe dunkler Punkte am Flügelsaum auf (s. Abbildung 1). In Ruhestellung legt der Falter seine Vorderflügel dachartig über die Hinterflügel. Die Fühler sind etwa halb so lang wie der Körper und zeigen meist in Richtung des Hinterleibes. Die Raupen entwickeln sich z. B. in Mehl oder Weizenkleie und produzieren hier feste Gespinste aus Spinnfäden (s. Abb. 2).

Mehlmotte

Abbildung 1: Mehlmotten treten häufig in Bäckereien und Mühlen auf

Lebensweise

Die Weibchen können bis zu 500 Eier ablegen. Die Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Falter beträgt bei einer Temperatur von 20°C 2 bis 3 Monate. Bei höheren Temperaturen können sich diese Vorratsschädlinge auch schneller entwickeln. Kurz vor der Verpuppung wandern die Larven umher und suchen nach einem Platz an dem sie sich verpuppen können. Die Umwandlung von der Raupe zum Falter vollzieht sich dann in einem dicht gesponnenen Kokon.

Vorkommen

Ursprünglich stammt die Mehlmotte vermutlich aus Mittelamerika. Mittlerweile hat sich die Art durch den Handel mit Mehl und Getreide weltweit ausgebreitet. Regelmäßig findet man die Tiere in Bäckereien und Getreidemühlen. Mit Mehl, in dem sich Eier oder Raupen befinden, kann man sich diese Schädlinge auch in den eigenen Haushalt holen. Im Sommer können die Falter der Mehlmotte auch in die Wohnung fliegen.

Mehlmotte

Abbildung 2: Nahrungsmittel werden durch die Spinnfäden der Larven verunreinigt

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Da diese Motten recht häufig sind und besonders im Sommer auch von außen zufliegen können, kann man einen Befall nicht zuverlässig verhindern. Da diese Schädlinge regelmäßig in Mühlen auftreten, kann man sich die Tiere zudem leicht mit befallenem Mehl einschleppen. Ganz wichtig ist es, Vorräte wie Mehl oder Frühstückscerealien nicht offen herum stehen zu lassen. Vorratsschränke müssen regelmäßig ausgesaugt und ausgewischt werden. Lebensmittel sollten in verschließbaren Gefäßen aufbewahrt und kühl und trocken gelagert werden. Um einen Befall frühzeitig zu erkennen, können spezielle Klebefallen eingesetzt werden. Durch den enthaltenen Lockstoff werden die Mottenmännchen angelockt und bleiben auf der Klebefläche haften.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Die Larven verunreinigen Lebensmittel durch Spinnfäden und Kot. Besonders auf dem Kot der Tiere wachsen später Schimmelpilze. Befallene Lebensmittel dürfen daher auf gar keinen Fall mehr verzehrt werden und müssen umgehend entsorgt werden.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Zur Bekämpfung von Lebensmittelmotten werden im Handel Insektenstrips, Insektensprays und spezielle Schlupfwespen angeboten. Die bereits angesprochenen Klebefallen eignen sich nicht zur Mottenbekämpfung, da hiermit ausschließlich die männlichen Motten gefangen werden. Wenn Sie Probleme mit Lebensmittelmotten im Haushalt haben, sollten Sie sich an ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wenden, das einem Berufsverband angehört. Hier finden Sie kompetente Ansprechpartner, die wissen wie man Lebensmittelmotten am besten bekämpft.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!