Leben und Verhalten der Schädlinge

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Kurz betrachtet

Schaben:

Schaben (Kakerlak, alte Bez. Schwabe, Franzose, etc.) sind das Synonym für Unsauberkeit, mangelnde Hygiene und soziale Ausgrenzung. Dabei ist niemand vor ihrem Besuch sicher. Und es gibt auch keinen Bereich, den die Schaben auf Grund ihrer eigenen ethischen Gesinnung nicht aufsuchen würden, wenn sie nur die Möglichkeit dazu erhalten.

Und diese finden sie reichlich. Kaum ein Insekt, dass es mehr verstanden hat, sich mit unseren Lebensbedingungen zu arrangieren. Sie leben in unseren Kellern, in unseren Wohnungen, leben in Supermärkten, zwischen Obst, Gemüse und Fleischtheken, leben in Restaurants und Fabriken.

Voraussetzung für eine Etablierung der Schaben sind zwei Dinge, zum einen die Einschleppung der Tiere, zum anderen die Verneinung der Probleme, sofern sie aufgetreten sind.

Lässt man sie gewähren, so werden sie sich umgehend an die Ausdehnung ihrer Familie machen. Und dies tun sie mit einer großen Geschwindigkeit. So beschert ein einziges Schabenweibchen der Deutschen Schabe der Welt je Eipaket zwischen 30 und 50 Nachkommen, bei der Orientalischen Schabe sind es je 16 Nachkommen. Und diese Leistung vollbringt sie mehrmals innerhalb ihres rund 250 Tage währenden Lebens. Rein rechnerisch können so von einem Paar Schaben innerhalb eines Jahres rund 400.000 Nachkommen in die Welt entlassen werden. Eine stolze Leistung.

Im Laufe dieses Lebenszyklus hat sie unzählige Flächen überlaufen und mit Kot, sonstigen Körperausscheidungen und ihrer puren Anwesenheit kontaminiert. Hierbei hat sie unzählige Krankheitskeime, bedingt durch ihre vielfältige und nicht gerade wählerische Ernährungsweise, aufgenommen und auf unseren sowie sämtlichen Bedarfsgegenständen und Nahrungsmitteln verteilt.

Ameisen:

Ameisen zählen gemeinhin nicht zu den Schädlingen, sondern zu den Nützlingen. Dringen sie während der wärmeren Jahreszeit vom Garten her kommend in unsere Gebäude ein, um sich mit Nahrung zu versorgen, so werden sie lediglich als lästig empfunden.

Gehören diese emsigen Insekten zu jenen Arten, deren natürliche Bedürfnisse auch innerhalb unserer Häuser erfüllt werden, so werden sie sich gewiss nicht mit einem kurzen Zuckerraub zufrieden geben, sondern sich auf Dauer in den jeweiligen Gebäuden einnisten.

Die nun auftretenden Schäden sind abhängig von der jeweils artspezifischen Ernährungs- und Verhaltensweise. Grundsätzlich wird keine Ameise ein Gebäude zum Einstürzen bringen, sie kann jedoch auf schon vorhandene Schäden, die innerhalb eines Gebäudes präsent sind, einen erheblich begünstigenden Einfluss ausüben und diese Schäden auch in ihrem Ausmaß beschleunigen. Probleme treten aber auch dort auf, wo Ameisen glauben, ihre Kolonie unbedingt in elektronischen Geräten errichten zu müssen.

Auch können Ameisen, hier in erster Linie die Pharaoameisen, ein durchaus, nicht zu verachtendes gesundheitliches Risiko darstellen. Diese Ameise, sie nimmt vorwiegend eiweißreiche Nahrung zu sich, welche sie in Fleischprodukten aber eben auch in Blut und Eiter findet, kann auf Grund ihrer Kleinheit, das Komma am Ende des Satzes könnte sie kaum mit ihrem Körper verdecken, überallhin gelangen. So findet man sie in Elektrogeräten, kleinsten Mauerspalten, in Kühlschränken, medizinischen Geräten und eben auch unter den Verbänden von Patienten. Auf Grund ihrer Ernährungsweise kann es hierbei zu erheblichen Verkeimungen kommen.

Die Koloniestärke ist abhängig von der Ameisenart, sie kann von einigen Hundert-tausend bis zu einigen Millionen Individuen umfassen. Eines ist fast allen sich bei uns einnistenden Arten gemein, von der Gründung einer Kolonie bis zur ersten Sichtung durch den Menschen vergeht in der Regel eine Zeit von vier bis sechs Jahren. Unter für die Ameisen günstigen Bedingungen kann diese Zeit auch bis zu zehn Jahre dauern. Während dieser Zeit haben sich die Kolonien innerhalb eines Gebäudes etabliert und sich ihre ökologische Nische geschaffen, aus welcher sie auch nur schwerlich zu vertreiben sind.

Mäuse:

Mäuse sind weder nett noch sind sie unbedenklich, haben sie sich erst einmal innerhalb eines Gebäudes etabliert. Der von ihnen ausgehende Schaden bezieht sich im Wesentlichen auf den Nageschaden und auf die Verunreinigung und Verkeimung von Arbeitsflächen bzw. auf Lebensmittel mit Kot und Urin. Auch Mäuse verkeimen Oberflächen durch Überlaufen und durch das Absetzen ihrer Exkremente.

Der Nageschaden kann ebenso zu einem ernsthaften Problem werden. Was ihr Fressverhalten anbelangt, so sind Mäuse zu den „Naschern“ zu zählen. Sie werden ein Kabel selten ganz durchbeißen, sondern dieses vielmehr an verschiedenen Stellen annagen. Sofern nun ein Schaden bei der Übertragung von Telefongesprächen oder Computerdaten auftritt, so ist dieser nur schwer zu lokalisieren. Denn die zunächst gefundene Stelle muss nicht verantwortlich für die Unterbrechung sein. Auch können Mäuse, im Gegensatz zu Ratten, fast jeden Bereich eines Gebäudes, eines Bürokomplexes oder einer Fabrik auf Grund ihrer Kleinheit erreichen. Für Mäuse sind Spalten von ca. 6 mm groß genug, um hindurchschlüpfen zu können.

Diese Fähigkeit sichert ihnen Platz eins unter den Gebäudeschädlingen, zumindest in der Kategorie Wirbeltiere.

Für die Eroberung eines Gebäudes nutzen sie gerne die vorhandenen Rohrleitungssysteme und Kabelstränge. Bevorzugte Wohnorte der Tiere sind unter anderem gedämmte Hohlwände, Kabeltanks oder die Dämmung eines Daches.

Mäuse gelten allgemein hin nicht als besonders vorsichtig, dementsprechend kann man sie auch schon einmal am helllichten Tage in einem Büro herumlaufen sehen, oft jedoch findet man den Kot, welcher entfernt an Schokostreusel erinnert, auf den Schreibtischen und dem Boden liegen. Nagespuren an Papier, Kartons oder Nahrungsmitteln zeugen ebenfalls von der Anwesenheit der Nager.

Begünstigend für eine Ausdehnung eines Befalls ist oftmals die fälschliche Annahme, es handelte sich bei dem Verursacher solcher Anzeichen lediglich um eine Maus. Eine Maus kommt jedoch selten alleine in einem Gebäude vor. Und dies nicht nur, da sie sonst aller Wahrscheinlichkeit nach an Einsamkeit sterben würde, sondern weil sie äußerst fruchtbar sind und ihrem Vermehrungsdrang mehrmals im Jahr nachkommen.

Ratten:

Ratten sind das Synonym für das Schlechte, das Krankmachende und das Todbringende.

Eine Ratte abzutöten ist in den Augen der meisten Menschen weder unangebracht noch ungerechtfertigt. Ratten zu töten ist allein durch jahrhundertealte Tradition gerechtfertig.

Gewiss sind Ratten mittel- oder unmittelbar für viele Krankheiten, die die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte heimgesucht haben, verantwortlich, dennoch, sie sind nicht gefährlicher oder harmloser als Schaben, Mäuse oder Tauben.

Ratten sind durchaus intelligente Lebewesen, die uns, zumindest was ihr Sozialverhalten und ihre Sauberkeit anbelangt, durchaus um Nasenlängen voraus sind. Und vielleicht ist es diese, eben nicht nur zahlenmäßige Überlegenheit, die uns vor diesen Tieren so erzittern und erbeben lässt.

Ratten haben sich fast allen von uns Menschen beanspruchten Lebensräumen angepasst, sich mit uns gemeinsam neue Lebensräume erobert und sie ebenso vehement für sich verteidigt. Und jedes Mal, wenn der Mensch glaubt, einen neuen Ort für sich in Anspruch nehmen zu können, warten die Ratten schon hinter ihm, um parallel zu ihm ihre eigene Gemeinschaft zu etablieren. Dabei gehen die Tiere ebenso rücksichtslos wie taktisch klug vor, ähnlich ihren großen Vorbildern.

Ratten ernähren sich, zumindest die Wanderratte (Kanalratte), von gemischter Kost. Anders ausgedrückt, sie fressen alles, was ihnen vor die Nase kommt und ihr Interesse weckt. So finden sie unsere Vorräte und Nahrungsmittel, unsere Abfälle genauso verlockend wie die Jagd auf lebende Tiere (Vögel, Mäuse, Insekten, etc.), sie ernähren sich jedoch auch von Aas. Ihre bevorzugten Wohnstätten sind Höhlen, die sie selber anlegen, vorzugsweise dort, wo Baum- oder Pflanzenwurzeln das Erdreich schon aufgelockert haben. Doch scheuen sie sich auch nicht vor dem Bezug von „Fertighäusern“, wie Kaninchenbauten, Kellerräumen, Abwasserkanälen Fassadenverkleidungen oder Ähnlichem zurück.

Und genau hier liegt eines der entscheidenden Probleme. Es ist die unmittelbare Nähe zu uns und unseren Lebensräumen.

Sie fressen und zerstören so unsere Ernten und Vorräte, sie verunreinigen diese zusätzlich durch Kot, Urin und deren bloßes Überlaufen. Sie übertragen Krankheiten jeglicher Art, bieten vielen Keimen innerhalb ihrer Kolonie auf Grund ihrer Lebensweise und Populationsdichte die optimalen Vermehrungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten und richten Fraßschäden an Maschinen und elektrischen Anlagen an.

Ratten sind nach Infektionsschutzgesetz bekämpfungspflichtig, dennoch sollten wir die Achtung vor diesen Tieren und deren Bedeutung innerhalb der Natur nicht vergessen. Denn, in unserer Wegwerfgesellschaft erfüllen auch Ratten einen wesentlichen Anteil innerhalb unserer Gesellschaft. Sie fressen einen großen Teil dessen, was wir unsachgemäß in Kanälen und Straßen entsorgen.

Tauben :

Tauben, es handelt sich hierbei um verwilderte Haustauben, sind für die einen schützenswerte und symbolträchtige Lebewesen, für die anderen sind sie lästige, schmutzige und überflüssige Zeitgenossen.

Nüchtern betrachtet handelt es sich auch bei Tauben um fehlgeleitete Tiere, die unsere Städte als große Felsenlandschaft betrachten und hier ihren natürlichen Lebensraum erkennen und nach allen Kräften nutzen.

Und es ist dieses Verhalten, welches bei vielen Menschen auf wenig Gegenliebe stößt, vor allem dann, wenn sie Fassaden und Statuen mit ihrem Kot verunreinigen und auf Dauer zerstören. Ebenso unangenehm kann ein von Tauben verlassener Speicher werden, wenn das Aufhängen von Wäsche zum Abenteuer wird, nur weil Zecken und Vogelflöhe die tapfere Hausfrau traktieren.
Dabei müssten Tauben in unseren Städten nicht zum Problem werden. Doch Überfütterung und falsch verstandene Tierliebe haben letztlich die Tiere zu einem Problem werden lassen. Und da es in der Natur des Menschen liegt, kurzfristig zu denken und für sein Handeln nicht immer die Konsequenz übernehmen zu wollen, mussten die Tauben langfristig gesehen zur Plage werden. Und an diesem Zustand wird sich auch kaum etwas ändern.

Leidtragende sind all jene, die versuchen sich gegen diese Entwicklung zu wehren, weil sie ihre Häuser und Gebäude schützen wollen, oder weil sie es einfach als lästig empfinden, permanent den Geruch und die Anwesenheit der Tauben erdulden zu müssen.

Fachfirmen halten hier eine große Auswahl geeigneter Maßnahmen und Methoden vor, diesem berechtigten Wunsch nachkommen zu können.

Das Abtöten von Tauben ist grundsätzlich nicht verboten, lässt sich jedoch in der gegenwärtigen Situation eines recht diffusen ökologischen Verständnisses nur schwerlich durchführen.

Solange jedoch Tauben nicht als das gesehen werden, was sie letztlich sind, nämlich Lebewesen, die versuchen unsere Lebensräume einzunehmen und für sich zu beanspruchen, solange bleibt uns der natürliche Umgang mit ihnen verwehrt.

Dieser normalisierte Umgang wäre sowohl für die Tauben als auch für uns ein Segen, führte er doch einerseits zu einem Abbau von Überpopulationen und andererseits zu einer Gesundung der dann verbleibenden Taubenbestände.

Darüber hinaus führte dies auch zu einer Reduzierung der Instandsetzungskosten von Fassaden, Statuen, etc. Auch die Kosten und der Aufwand für den Schutz der Gebäude gegen die Besiedlung durch Tauben würde so drastisch reduziert werden können.

Doch solange kein Umdenken innerhalb der öffentlichen Diskussion zugunsten der Menschen und der Tauben stattfindet, solange sind wir auf Abwehrmaßnahmen und Instandsetzungen angewiesen.

Motten:

Motten gehören, je nach Art, zu den Vorrats- oder den Materialschädlingen, nicht jedoch zu den Gesundheitsschädlingen. Dennoch sind sie in Lebensmittelbereichen zu bekämpfen, da ihre Ausscheidungen und die Gespinste der Larven Lebensmittel verunreinigen, somit durchaus eine Ekel erregende Wirkung haben und Lebensmittel für den Menschen ungenießbar machen können.

Bei allen Mottenarten ist es stets die Larve, die schädigend auf das jeweilige Substrat einwirkt.

So machen sich die Larven der Kleidermotte mit großer Inbrunst über den wertvollen Kaschmirmantel her, verschmähen aber auch nicht Pelze und Schafwollpullover oder Socken. Vorwiegend hochwertige Kleidungsstücke werden von ihnen bevorzugt. Hierbei richten sie ihr Augenmerk nicht auf die namhaften Hersteller, sondern auf die Qualität der Wolle und die Art und Weise der Verarbeitung. Damen- und Herrenausstatter, aber auch so mancher gut bestückter Kleiderschrank wurden auf diese Weise schon zur beliebten Kinderstube dieser zarten und zerbrechlichen Insekten.

Die Larve der Dörrobstmotte ist ebenso flexibel, was ihre Nahrung anbelangt. Sie mag Haferflocken, Müslis und Schokolade genauso gerne wie Früchte- oder Kräutertees und Gewürze.

Die Weibchen legen allgemein ihre befruchteten Eier in die Nähe oder direkt auf dem jeweiligen Substrat ab. Dort entwickelt sich in kurzer Zeit die Larve, die umgehend mit der Nahrungsaufnahme beginnt. Sobald ihre Entwicklung abgeschlossen ist, wandert die Larve aus dem Substrat ab und sucht sich einen geschützten Ort, um sich dort zu verpuppen. In Gebäuden sind dies meist die Wand-Deckenbereiche in der Nähe des Lichtes.

Die Larve der Dürrobstmotte nutzt zu ihrer eigenen Fortbewegung die von ihr produzierten Spinnfäden. Je nach Anzahl und Dauer der Entwicklung sind diese Gespinste innerhalb des Substrates, z.B. der Haferlocken, deutlich als „Verklumpungen“ zu erkennen.

Ein Mottenbefall kann durch zufliegende Motten, meist aber durch Einschleppung auftreten.

Die Einschleppung spielt vor allen Dingen bei den Lebensmittelmotten eine große Rolle. Diese werden oftmals schon in den Lebensmittel produzierenden und verarbeitenden Bereichen aktiv. Aber auch Supermärkte können durch ihr reichhaltiges Angebot für eine Ausbreitung und Etablierung in den verschiedenen Lebensmitteln sorgen. Ein großes Reservoir für den nicht versiegenden Nachzug von Motten in Supermärkten und privaten Haushalten bieten hier das Tierfutter und die naturbelassenen bzw. ökologisch verarbeiteten Nahrungsmittel.

Gerade die große Palette der ökologisch unbedenklichen Produkte haben sich in der letzten Zeit als unerschöpflicher Quell für Motten und deren Nachkommen erwiesen. Eine strengere Wareneingangs-, Lagerhaltungs- und Verarbeitungskontrolle könnte hier einen sinnvollen und Ressourcen sparenden Beitrag zur Eindämmung des Mottenbefalls leisten.

Auch dies wäre ein Beitrag zu einer ökologischen Handlungsweise. Denn es kann ja nicht Ziel allen ökologischen Denkens und Handelns sein, wenn der Mensch sich die ihm zustehenden organischen Materialien von solchen Insekten zerstören oder verunreinigen lässt, so dass er sie letztendlich noch vor dem Gebrauch entsorgen muss und somit gezwungen ist, sie doppelt und dreifach produzieren zu müssen.

Eine konsequente Umsetzung von hygienischen Maßnahmen und Kontrollen, die einen Befall von organischen Materialien verhindert, zumindest derart stark reduziert, dass sie nicht ins Gewicht fällt, schont nicht nur das Budget eines Betriebes oder Haushaltes, sondern letztlich auch die Umwelt.

Speckkäfer:

Als Materialschädlinge können Speckkäfer ein durchaus ernsthaftes Problem darstellen, insbesondere in älteren Gebäuden mit Holzböden, Holzfachung, Lehmstrohschüttung, o.Ä. In neueren Gebäuden treten sie zumeist als Begleiterscheinung auf, zum Beispiel in vermüllten oder verwohnten Wohnungen.

Die Speckkäferartigen sind allgemein gute Flieger, können also aktiv in ein Gebäude eindringen. Sofern sie hier ausreichend Nahrung und geeignete Lebensräume vorfinden, sind sie in der Lage, innerhalb weniger Jahre eine recht große Population hervorzubringen.

Die Larven sind die eigentlichen Materialschädlinge. Sie zersetzen sämtliche organische Materialien tierischen Ursprungs: Häute, Wolle, Horn, Hufe, Federn, usw. Somit wäre jeder Wollpullover, jeder Pelz, aber auch jede Insektensammlung gefährdet. Speckkäferlarven leben jedoch auch von Abfall, weshalb sie oft als Gäste in vermüllten Wohnungen leben.

Speckkäfer gehören zu denjenigen Insekten, die eine vollständige Entwicklung durchlaufen. Während der Verwandlung von der Larve zum Käfer kommt es zu der so genannten Puppenruhe. Hierzu bohrt sich die Larve in feste Materialien ein. Bei einer entsprechenden Population von Käferlarven kann es hierdurch auch zu massiven Schäden innerhalb dieser Materialien kommen, die hierdurch ihre statischen Eigenschaften verlieren können, oder in ihrer Optik nachteilig beeinflusst werden.

Eine Begutachtung von möglicherweise befallenen Gebäuden macht stets Sinn, da die Bekämpfung der Käfer in einer zu renovierenden Wohnung effektiver durchzuführen ist, als dies bei einer wieder bewohnten Wohnung möglich wäre. Denn oftmals müssen begleitend zu einer Bekämpfung diverse Hölzer, Hohlräume, Türzargen, Mauerputz, Verkleidungen, etc. beseitigt werden.

Für den Menschen sind die Speckkäfer nicht gefährlich; sie können jedoch auf Grund ihres oftmals massenhaften Auftretens eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellen.

2003 Peter Living