Kugelkäfer

Aussehen

Kugelkäfer

Kugelkäfer (Gibbium psylloides) haben vergleichsweise lange Fühler und erinnern auf den ersten Blick eher an eine kleine Spinne als an einen Käfer. Die Tiere sind recht klein und erreichen nur eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Kopf, Halsschild und Flügeldecken sind unbehaart. Die Flügeldecken sind glatt und glänzend braun rot gefärbt. Die Tiere können nicht fliegen, da ihre Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

Kugelkäfer

Abbildung 1: Die Art besitzt lange Fühler und glatte, braun rot glänzende Flügeldecken

Lebensweise

Die Käfer leben sehr versteckt – daher fällt vielen Menschen oft nicht auf, dass diese Schädlinge im Haus vorkommen. Hinzu kommt, dass Käfer und Larven nachtaktiv sind. Den Tag verbringen die Tiere dicht aneinander gedrängt in Ritzen und Spalten. Die Larven können sich bei Temperaturen zwischen 20 und 35°C entwickeln. Bei einer Temperatur von 33°C dauert ihre Entwicklung nur 45 Tage. Die erwachsenen Käfer können bis zu eineinhalb Jahre leben. Sie kommen wochenlang ohne Nahrung aus und überleben auch kühle Temperaturen.

Vorkommen

Die Art ist weltweit verbreitet und kann an pflanzlichen und tierischen Vorräten Schäden hervorrufen. Man hat diese Käfer z. B. schon an Getreide, Gewürzen, Fischmehl, Hundefutter oder Trockenfrüchten gefunden. Besonders häufig kommt es in Fachwerkhäusern zu Massenvermehrungen, wo Larven und erwachsene Käfer in den Strohfüllungen von Zwischendecken leben. Oft bemerkt man die Tiere erst dann, wenn z. B. Leitungen neu verlegt werden oder sonstige Umbaumaßnahmen in den befallenen Gebäuden durchgeführt werden. In diesen Fällen können die Käfer beispielsweise aus der Decke fallen oder unter Fußleisten hervor kommen.

Kugelkäfer

Abbildung 2: Kugelkäfer leben oft in Fachwerkhäusern

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Leider kann man sich kaum vor einem Befall schützen. Häufig leben Kugelkäfer jahrelang unbemerkt in alten Häusern – v. a. in Fachwerkhäusern. Meist fällt ein solcher Befall erst dann auf, wenn z. B. der neue Besitzer eines solchen Hauses Umbaumaßnahmen durchführt. In solchen alten Häusern sollte man Getreide und andere Vorräte, die im Keller gelagert werden gut verschließen, damit Kugelkäfer nicht unbemerkt hinein gelangen können.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Diese Käferart wird sowohl als Hygiene- wie auch als Materialschädling angesehen. Nahrungsmittel und gelagertes Getreide werden nicht nur von den Larven, sondern auch von den Käfern selbst angefressen, durch Fraßmehl, Kot, Larvenhäute und Puppenhüllen verunreinigt und so für den menschlichen Verzehr unbrauchbar gemacht. Darüber hinaus werden Verpackungsmaterialien zerstört, in die sich die Larven zur Verpuppung einbohren. In Fachwerkhäusern können bei einem Massenbefall hunderte Käfer aus den strohgefüllten Gefachen in die Wohnräume gelangen.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Zur Bekämpfung müssen staubförmige oder flüssige Kontaktinsektizide in den Bereichen ausgebracht werden, in denen sich die Käfer aufhalten (z. B. in Zwischendecken von Fachwerkhäusern). Die Bekämpfung von Kugelkäfern ist extrem schwierig. Man sollte sie daher professionellen Schädlingsbekämpfungsunternehmen überlassen, die einem Berufsverband angehören. Diese Unternehmen kennen sich auch im Bereich Holz- und Bautenschutz bestens aus und wissen, welches Verfahren im Einzelfall am sinnvollsten eingesetzt werden sollte.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!