Holzbock

Aussehen

Holzbock

Der Holzbock (Ixodes ricinus) besitzt 8 Beine und gehört in die Gruppe der Zecken. Die Tiere sind gelblichbraun, rotbraun oder graubraun gefärbt und können, wenn sie sich mit Blut vollgesaugt haben, bis zu 14 mm lang werden. Die Männchen bleiben mit 2,5 mm deutlich kleiner als die Weibchen, die normalerweise rund 4 mm lang werden. Die Mundwerkzeuge der Holzböcke haben Ähnlichkeiten mit einem Sägeblatt und sind darauf spezialisiert die Haut ihrer Opfer zu durchdringen.

Holzbock

Abbildung 1: Holzböcke besitzen wie alle Zecken acht Beine

Lebensweise

Holzböcke sind blutsaugende Parasiten, die auf Gräsern und Sträuchern sitzen und warten, bis ein möglicher Wirt vorbeikommt. Sie erkennen ihre Wirte am Geruch und reagieren auch auf Erschütterungsreize. Sie bohren sich stets an weichen Stellen in die Haut ein und beginnen damit Blut zu saugen. Holzböcke saugen sich über mehrere Tage an ihrem Opfer fest und lassen sich anschließend zu Boden fallen. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit können die Weibchen bis zu 3.000 Eier ablegen. Während die Larven des Holzbocks meist Reptilien und Vögel befallen, saugen die ausgewachsenen Tiere hauptsächlich an Säugetieren Blut.

Vorkommen

Der Holzbock ist eine einheimische Zeckenart und lebt zum Beispiel auf Wiesen, in Hecken oder auch in Wäldern. Auch in Gärten kommen diese Parasiten häufig vor. In den letzten Jahren hat die Zahl der Holzböcke stark zugenommen, da sie nicht durch strenge Winter dezimiert wurden. In der Regel sitzen die Tiere auf Gräsern oder niedrigem Gebüsch und lauern auf ihre Opfer.

Holzbock

Abbildung 2: Die Mundwerkzeuge des Holzbocks von unten betrachtet

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Nach einem Spaziergang im Wald oder nach einem Aufenthalt auf einer Wiese sollte man sich gründlich nach diesen Zecken absuchen. Um zu verhindern, dass sich diese Blutsauger auf die Haut setzen, können verschiedene Zeckensprays verwendet werden. Solche Anti-Zeckenmittel gibt es sowohl für Menschen als auch für Haustiere wie Hunde oder Katzen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Holzböcke übertragen gefährliche Infektionskrankheiten auf den Menschen. Die Frühsommer-Meningo- Encephalitis (FSME) ist eine Erkrankung des Nervensystems, die tödlich enden kann. Gegen FSME kann man sich vorbeugend impfen lassen. Sehr häufig werden auch die Erreger der Borreliose von Zecken übertragen. Bei einer Infektion bildet sich rund um die Bissstelle eine kreisförmige Entzündung, die langsam größer wird. Zunächst kann man gegen die Bakterien noch Antibiotika einsetzen. Später ist dies nicht mehr möglich und die Bakterien verursachen rheumatische und arthritische Beschwerden. In manchen Fällen lösen sie eine Hirnhautentzündung oder eine Herzmuskelentzündung aus.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Eine direkte Bekämpfung dieser Schädlinge ist nicht möglich. Da Holzböcke aber oft von Mäusen übertragen werden, kann man die Zahl der Zecken reduzieren, wenn es gelingt Wühlmäuse oder andere Mäusearten zu bekämpfen, die sich im Garten angesiedelt haben. Mit dieser Aufgabe sollten Sie ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen beauftragen, das einem Berufsverband angehört.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!