Heimchen

Aussehen

Heimchen

Heimchen (Acheta domesticus) werden auch als Hausgrillen bezeichnet und sehen den im Freiland lebenden Feldgrillen zum Verwechseln ähnlich. Die bräunlich gefärbten Tiere können knapp drei Zentimeter lang werden. Wie bei allen Grillenarten sind die Hinterbeine deutlich länger und kräftiger als die beiden ersten Beinpaare. Nur die weiblichen Individuen besitzen eine Legeröhre, mit der sie ihre Eier in den feuchten Boden ablegen. Diese Legeröhre kann bis zu 15 Millimeter lang werden. Die Antennen sind ungefähr so lang wie der restliche Körper.

Heimchen

Abbildung 1: Nur die weiblichen Heimchen besitzen eine Legeröhre

Lebensweise

Heimchen legen bis zu 800 Eier in feuchter Erde ab, wobei die bereits angesprochene Legeröhre zum Einsatz kommt. Die Eientwicklung dauert acht bis zwölf Wochen. Zur weiteren Entwicklung benötigen die frisch geschlüpften Larven je nach Temperatur zehn bis 35 Wochen. Heimchen sind nachtaktiv und fressen vor allem Pflanzenmaterial. Männchen locken paarungswillige Weibchen mit Hilfe von zirpenden Geräuschen an.

Vorkommen

Diese Grillenart ist vermutlich weltweit verbreitet. Da die Tiere sehr wärmebedürftig sind nimmt man an, dass sie ursprünglich aus Kleinasien oder dem Mittelmeerraum stammen und von hier aus vom Menschen mit dem internationalen Warenverkehr verbreitet wurden. In Mitteleuropa lebt diese Grillenart sehr häufig in Bäckereien oder zoologischen Gärten.

Heimchen

Abbildung 2: Männliche Tiere locken die Weibchen durch zirpende Laute an

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Heimchen gehören zu den Insektenarten, die von Terrarianern gerne als Futtertiere verwendet werden. Vor allem in Mehrfamilienhäusern können sich entwichene Individuen leicht im gesamten Gebäude verbreiten. Meist leben die Tiere dann hinter Küchenschränken oder in Badezimmern, da sie feuchte und warme Bedingungen bevorzugen. Bäckereien und andere lebensmittelverarbeitende Betriebe schleppen sich die Tiere meist mit befallener Ware ein. Dies verdeutlicht, dass man sich im Grunde genommen vor diesen Schädlingen nicht sicher schützen kann.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Das nächtliche Zirpen der Männchen kann den Betroffenen den Schlaf rauben und stellt daher eine Belästigung dar. In Bäckereien und sonstigen Lebensmittelbetrieben geht von den Tieren ein Produktrisiko aus, da Nahrungsmittel verschmutzt werden könnten.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Heimchen können entweder durch Fraßköder oder aber mit Hilfe von Kontaktinsektiziden bekämpft werden. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die dem Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV) oder dem Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VföS) angehören, wissen am besten welche Fraßköder zur Bekämpfung dieser Schädlinge am besten geeignet sind. Auch die Bekämpfung mit Kontaktinsektiziden sollte man besser einem Mitgliedsunternehmen des DSV bzw. des VföS überlassen, da Kontaktinsektizide bei unsachgemäßer Anwendung negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. In Lebensmittelbetrieben ist der Einsatz von Kontaktinsektiziden durch Personen ohne Sachkundenachweis daher grundsätzlich untersagt.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!