Fruchtfliegen

Aussehen

Fruchtfliegen
Fruchtfliegen sind sehr kleine Fliegen, die in der Regel nur zwei bis drei Millimeter lang werden. Manche Fruchtfliegen haben rote Augen. Einige Arten besitzen auf dem Hinterleib dunkle Querstreifen (s. Abb. 1). Die Larven werden auch Maden genannt. Sie sind weißlich gefärbt, besitzen keine Beine und entwickeln sich in überreifen Früchten, Obstabfällen wie zum Beispiel Bananenschalen und ähnlichem.

FruchtfliegenAbbildung 1: Fruchtfliegen sind winzige Fliegen, die sich in Biomülltonnen massenhaft vermehren können

Lebensweise

Die Fliegen ernähren sich hauptsächlich von Flüssigkeiten und legen ihre Eier an überreifem Obst, Obstabfällen oder gärenden Flüssigkeiten wie Fruchtsäften, Wein, Essig oder Bier ab. Hier entwickeln sich die weißlichen Maden. Im Sommer, wenn die Temperaturen hoch sind, dauert es nur rund 10 Tage, bis sich aus den Eiern wieder die nächste Fliegengeneration entwickelt hat. Aufgrund dieser schnellen Entwicklung und der hohen Vermehrungsrate kann ein einziges Fruchtfliegenweibchen in nur einem Monat theoretisch 16 Millionen Nachkommen haben.

Vorkommen

Fruchtfliegen kommen weltweit vor. Diese winzigen Fliegen können sich überall dort explosionsartig vermehren, wo pflanzliche Abfälle unhygienisch gelagert werden. Regelmäßig treten diese Schädlinge in Biomülltonnen und Komposthaufen auf. Von hier fliegen sie dann auch in die Wohnungen um ihre Eier an Früchten – vor allem an überreifem Obst – abzulegen. Massenvermehrungen gibt es besonders im Sommer in Großküchen, Keltereien, Brauereien oder Obstlagern. In Lebensmittelbetrieben leben Fruchtfliegen das ganze Jahr über und können sich hier auch fortlaufend vermehren.

FruchtfliegenAbbildung 2: Fruchtfliegen entwickeln sich an Obstabfällen in Biomülltonnen oder Komposthaufen

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Leider kann man sich nicht 100-prozentig vor einem Befall mit Fruchtfliegen schützen, da die Fliegen in der warmen Jahreszeit überall vorkommen und durch geöffnete Fenster in die Wohnung fliegen. Um zumindest zu vermeiden, dass sich Fruchtfliegen im Sommer explosionsartig vermehren, müssen insbesondere Obstabfälle so gelagert werden, dass die Fliegen hier nur schlecht ihre Eier ablegen können. Man sollte Obstabfälle daher nicht auf dem Kompost entsorgen, sondern besser in die Biomülltonne werfen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Abfälle gut in Zeitungspapier eingewickelt werden. Der Deckel der Biomülltonne muss selbstverständlich immer gut geschlossen werden. In der Wohnung sollte man Obst vor allem im Sommer am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Fruchtfliegen können Bakterien und andere Krankheitserreger übertragen, wenn sie z. B. zuerst im Komposthaufen auf Obstabfällen gesessen haben und dann später auf Lebensmitteln herum laufen. Aus diesem Grund gelten diese kleinen Fliegen auch als Hygieneschädlinge.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Für eine direkte Bekämpfung eignen sich UV-Lampen, Fliegenfallen, Insektensprays und Fliegenstrips. UV- Lampen sind bei sachgerechter Anwendung umwelt- und anwenderfreundlich und können daher besonders zum Einsatz in Lebensmittelverarbeitenden Betrieben oder Restaurants empfohlen werden. Parallel zu den Bekämpfungsmaßnahmen müssen auch die Entwicklungsplätze der Maden beseitigt werden. Nur so lässt sich verhindern, dass sich diese Schädlinge weiter vermehren. Welche Bekämpfungsmaßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, erfahren Sie von einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen, das Mitglied in einem Berufsverband ist. Hier berät man Sie kompetent wie man einen bestehenden Befall bekämpfen und Neubefall verhindern kann.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!