Bernstein Waldschabe

Aussehen

Bernstein Waldschabe

Die Bernstein Waldschabe (Ectobius vittiventris) ist eine verhältnismäßig kleine Schabenart, die nur rund eineinhalb Zentimeter lang wird. Sie kann leicht mit der Deutschen Schabe verwechselt werden. Im Gegensatz zu dieser Art besitzt sie deutlich weniger und auch kürzere Dornen auf der Unterseite der Schenkel. Eine sichere Unterscheidung aufgrund dieses Merkmals ist für Laien allerdings schwierig, weshalb man im Zweifel einen Fachmann zu Rate ziehen sollte.

Bernstein Waldschabe

Abbildung 1: Die Bernstein Waldschabe kann von Laien leicht mit der Deutschen Schabe verwechselt werden

 

Lebensweise

Diese Schabenart lebt im Freiland und ernährt sich von verschiedenen Pflanzenteilen. Die Tiere werden in der Regel erst abends aktiv. Tagsüber verstecken sie sich unter herabgefallenen Blättern oder Steinen. Vor allem im Hochsommer, wenn die Temperaturen relativ hoch sind, fliegen die Tiere häufig. Der komplette Entwicklungszyklus beträgt in Mitteleuropa rund 2 Jahre.

Vorkommen

Es handelt sich um eine einheimische Schabenart, die ursprünglich aber nur im Mittelmeergebiet verbreitet war und erst 2002 zum ersten Mal in Deutschland gefunden wurde. Mittlerweile kommt die Art in weiten Teilen West- und Süddeutschlands vor. Häufig findet man die Tiere in Hecken oder Gärten. In Häusern kann diese Schabenart vermutlich nur wenige Tage überleben.

Bernstein Waldschabe

Abbildung 2: Eine Larve der Bernstein Waldschabe

 

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Diese nachtaktive Schabenart kommt vor allem nachts durch geöffnete Fenster und Türen ins Haus – besonders wenn im Haus Licht brennt. Um dies zu verhindern sollten an allen Fenstern Fliegengitter angebracht werden. Absolut verhindern lässt es sich allerdings nicht dass die Tiere, die gut fliegen, klettern und laufen können, in die Wohnung kommen.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Es handelt sich um eine Freilandart, die sich in Gebäuden nach derzeitigem Wissen nicht fortpflanzen kann. Anders als die Deutsche oder die Orientalische Schabe gelten Bernstein Waldschaben nicht als typische Hygieneschädlinge. Menschen die sich vor Schaben ekeln wird dieser Umstand allerdings kaum trösten.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Zunächst ist es wichtig den Insekten durch Fliegengitter den Zugang ins Gebäude zu versperren. Zur Bekämpfung können Kontaktinsektizide verwendet werden. Kontaktinsektizide sollten aufgrund möglicher Gesundheitsgefahren prinzipiell aber nicht von Personen ohne Sachkundenachweis eingesetzt werden. Schädlingsbekämpfungsunternehmen, die dem Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV) oder dem Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VföS) angehören, verfügen über die notwendige Sachkunde und wissen wie man diese Schaben bekämpfen kann, falls sie doch einmal ins Haus gekommen sind.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!