Australischer Teppichkäfer

Aussehen

Australischer Teppichkäfer

Der Australische Teppichkäfer (Anthrenocerus australis) ist eine sehr kleine, unscheinbare Käferart, die nur rund 2 bis 3 mm lang wird. Auf den hellbraunen Flügeldecken verlaufen drei undeutliche, unvollständige Zickzacklinien aus weißen Borsten (s. Abb. 1). Kopf und Halsschild sind etwas dunkler als die Flügeldecken. Die lang gestreckten Larven dieser Käferart werden 3 bis 6 mm lang. Am Ende des Hinterleibs fällt ein Büschel sehr langer Haare auf (s. Abb. 2). Kurz davor stehen zahlreiche, deutlich kürzere Pfeilhaare. Dies sind spezialisierte, pfeilförmige Haare, die die Larve zur Verteidigung einsetzen kann.

Australischer Teppichkäfer
Abbildung 1: Australische Teppichkäfer werden kaum größer als 3 mm

Lebensweise

Diese Käferart bildet bei Zimmertemperatur zwei bis drei Generationen im Jahr aus. In unseren Breiten scheint die gesamte Entwicklung innerhalb von Gebäuden abzulaufen, da die Tiere noch nie im Freiland gefunden wurden. Die Käfer orientieren sich zum Licht hin und sitzen daher oft an den Fensterscheiben. Die Larven leben dagegen sehr versteckt z. B. hinter Schränken oder in Wäschetruhen. Sie fressen Wolltextilien an, da sie sich von dem Eiweiß Keratin ernähren können, das z. B. in Haaren enthalten ist. Die Käfer selbst leben nur kurze Zeit und nehmen in dieser Zeit meist gar keine Nahrung mehr zu sich.

Vorkommen

Australische Teppichkäfer stammen ursprünglich aus Australien. In Deutschland lebt diese Art regelmäßig in Wohnungen. Hier leben sie besonders häufig zwischen Dielenritzen von Parkettfußböden. Eingeschleppt werden die Käfer vermutlich meist mit befallenen Wolltextilien oder auch Wollteppichen, oder die Tiere wandern von außen ein. Man findet sowohl die Larven, als auch die Käfer fast das ganze Jahr über.

Australischer Teppichkäfer
Abbildung 2: Am Körperende der Larven befindet sich ein Borstenschwanz

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Um einen Befall mit dem Australischen Teppichkäfer nicht zu begünstigen, sollte die Wohnung regelmäßig gründlich gereinigt werden. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich Ansammlungen von Staub und Haaren bilden, die dieser Art oder anderen Materialschädlingen als Nahrung dienen können. Vor allem Wollteppiche und Wolltextilien sollten regelmäßig auf Käfer, Larven und Löcher im Gewebe, die durch die Aktivität der Larven entstehen, abgesucht werden. Gänzlich verhindern lässt es sich aber nicht, dass sich diese Schädlinge irgendwann in der Wohnung ansiedeln.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Australische Teppichkäfer sind Materialschädlinge, die Wollstoffe, Pelze, Felle oder Leder befallen können. Auch in Insektensammlungen können sie erhebliche Schäden anrichten. In Wohnungen halten sich die Larven unter Teppichen und in dunklen Ecken von Kleiderschränken auf. Die Pfeilhaare der Larven können beim Menschen Allergien auslösen. Bohren sich die Haare in die Haut ein, so bilden sich juckende Quaddeln wie nach einem Mückenstich. Zudem können die Pfeilhaare asthmatische Reaktionen verursachen.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Falls Sie annehmen, dass bei Ihnen ein Befall mit dem Australischen Teppichkäfer vorliegt, so sollten Sie die Käfer einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen zeigen, das einem Berufsverband angehört. Hier kann man die Käfer bestimmen und über individuelle Bekämpfungsmöglichkeiten informieren. Die Profis helfen Ihnen die Ursache für den Befall zu finden und wissen genau wie man diese Schädlinge am besten bekämpft.

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© Dr. Martin Felke, Text und Fotos

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Beratung vor jeder Schädlingsbekämpfung

Was ein Schädling ist, wie er sich verhält und welchen Schaden er anrichten kann, ist für den Betroffenen oftmals nicht ersichtlich. Überreaktionen und eigene, voreilig durchgeführte Maßnahmen sind meist die Folge. Dies nützt lediglich den Schädlingen und richtet in einigen Fällen Schäden an, die für Mensch und Umwelt nicht unerheblich sind.

Einzig eine gründliche Beratung kann hier Abhilfe schaffen. Eine solche Beratung findet unsererseits vor jeder Maßnahme statt. Unser Ziel ist es, jeden Kunden nach Kräften über die Art des Schädlings, mögliche Ursachen und Folgeschäden zu informieren.

Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge

Der Bekämpfung von Schädlingen geht immer auch eine eindeutige Bestimmung voraus. Ohne diese Vorarbeit kann eine Maßnahme gar nicht oder nur mit sehr geringem Erfolg durchgeführt werden.

Die eindeutige Bestimmung der zu bekämpfenden Schädlinge, die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug auf Biologie, Verhalten und dem möglichen Schadbild sind entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und verhindern überdies den Einsatz nicht angemessener und daher für Mensch und Umwelt schädlicher Mittel.

Schädlingsbekämpfung dient nicht dem blindwütigen Abtöten von Lebewesen, sondern dem Erhalt unserer Gesundheit, dem Schutz unserer Nahrungsmittel und unserer Produktionsmittel. Eine Bekämpfung muss daher zielgerichtet, umweltverträglich und mit Rücksicht auf die menschliche Gesundheit durchgeführt werden.

Umweltverträglich heißt in erster Linie, dass die einzusetzenden Mittel und die zu ergreifenden Maßnahmen so zu gestalten sind, dass weder Mensch noch Umwelt oder Nicht-Zielorganismen hierdurch beeinträchtigt werden. Unser Handeln verfolgt diesen Grundsatz. Wir arbeiten giftfrei, solange es Ihnen nicht schadet.

Detalierte Informationen zu unserer Vorgehensweise finden Sie unter Leistungen!